Ernst Fuchs

(1930 - Wien - 2015)
Ernst Fuchs wird 1930 als einziges Kind von Maximilian und Leopoldine Fuchs in Wien geboren. Er beschäftigt sich als Maler, Bildhauer, Musiker, Grafiker, Autor und Philosoph und gilt als Mitbegründer der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“. Seien Werke sind geprägt von religiösen und mystischen Inhalten. In seinem Frühwerk stützt er sich auf die Malerei, später nimmt er zudem Schallplatten auf, entwirft Verzierungen für Bauwerke und erstellt Bühnenbilder für Opern und Theaterstücke. Er pflegt eine starke Freundschaft zu Arno Breker und Salvador Dalí.
Durch die jüdische Herkunft seines Vaters und die damit einhergehende Anfeindung der Nationalsozialisten lässt sich der 12 Jahre alte Ernst Fuchs in Ernst Peter Paul Fuchs, nach seinem damaligen Vorbild Peter Paul Rubens, römisch-katholisch taufen. Da er aus rassistischen Gründen keine Schule besuchen darf, erhält er Privatunterricht. Die erste Künstlerische Ausbildung erhält er von Alois Schiemann, Emmy Steinböck und Fritz Fröhlich. Nach dem Krieg 1946 inskribiert er bei der Akademie der bildenden Künste in Wien und lernt bei Robin Andersen und Albert Paris Gütersloh. 1950 übersiedelt er nach Paris, von wo aus er Reisen nach Amerika, Italien, Spanien und England unternimmt. In dieser Periode zieht er zudem für ein Jahr nach Israel, wo er an seinem größten Gemälde arbeitet. 1962 kehrt er nach Wien zurück, wo er eine Professur erhält. Zusammen mit seinen Kollegen Wolfgang Hutter, Arik Brauer, Rudolf Hausner und Anton Lehmden zählt er zu den Begründern der „Wiener Schule der Phantastischen Moderne“. Ihm gelingt der künstlerische Durchbruch mit neuen Themen, durchdrungen von Eros und Mythos. Es entstehen mehrere monumentale Werke. Für seine neue Frau entwirft er zudem mehrere Möbelstücke, Architektur und Schmuck. Er erwirbt die Otto-Wagner-Villa 1972 und lässt sie restaurieren. Darin eröffnet er sein Atelier, mit eigens entworfenem Interior. Fuchs selbst jedoch ist viel im Ausland, schafft Bühnenbilder in Hamburg und München, arbeitet in italienischen Gießereien an seinen Kleinfiguren „Sphinx“ und „Janus“ und schafft Pastelle, Aquarelle und Zeichnungen während seinen Reisen. 1989 beginnt er mit der Arbeit an der Apokalypse Kapelle in Klagenfurt, an deren Fertigstellung er 20 Jahre arbeitet. Er erhält Zeit seines Lebens mehrere Auszeichnungen, unter anderem das Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und den Preis der Stadt Wien für bildende Kunst. 2015 stirbt er im Alter von 85 Jahren in Wien.

Werke des Künstlers

nicht verfügbar
Die Versuchung des Heiligen Antonius, 1949