Fernand Léger

(Argentan/Normandie 1881 - 1955 Gif-sur-Yvette bei Paris)
Fernand Léger wird am 4. Februar 1881 in Argentan in der Normandie als Sohn eines Viehhändlers geboren und beginnt seine Laufbahn als Architekturzeichner. Während sein Frühwerk vom Impressionismus beeinflusst ist, wendet er sich ab 1909 dem Kubismus zu, aus dem er einen eigenen Stil mit einfachsten geometrischen Formen entwickelt. Léger stirbt am 17. August 1995 in Gif-sur-Yvette bei Paris.
Von 1903 bis 1904 besucht Leger die École des Arts décoratifs in Paris. Bestimmend für sein Werk wird die Begegnung mit der Kunst Cézannes sowie der Kontakt mit der Pariser Avantgarde. Er schließt sich der Section d’Or Gruppe an, die in Verbindung wie Abgrenzung zum Kubismus Picassos steht. Bereits ab 1910 kann er in der renommierten Galerie von Daniel-Henry Kahnweiler regelmäßig ausstellen. Im Ersten Weltkrieg wird er einberufen und 1917 schwer verwundet. 1940 übersiedelt er in die USA und unterrichtet an verschiedenen Universitäten, kehrt aber nach Kriegsende wieder nach Paris zurück, wo er am 17. August 1995 in Gif-sur-Yvette bei Paris stirbt. Fernand Légers unverwechselbarer Stil ist bereits ab 1909 erkennbar und besteht aus einer Reduktion der Welt auf die Formen von Kegel, Kugel und Zylinder. In die formale Strenge seiner Variante des Kubismus fügt er unter dem Einfluss des Orphismus Flächen reiner und leuchtender Farben ein. Der damit erzielte farbige und formale Kontrast wird zum Grundprinzip von Légers Malerei, das im Wandel der formalen und inhaltlichen Schwerpunkte nicht verändert wird. Unter dem Eindruck des Krieges entsteht die „période mécanique“, in der auch der Mensch zu einem mechanischen Objekt mutiert und sich erst in den 20er Jahren und unter dem Einfluss des Neoklassizismus davon wieder löst. Der Surrealismus bringt fließende Linien und Kurven, in den USA widmet er sich zunehmend der Arbeiterwelt und einer Kunst des sozialen Engagements. Um 1950 findet Léger zu einer postkubistischen Formensprache verbunden mit einem kräftigen Realismus der Darstellung.

Werke des Künstlers