Georg Jung

(Salzburg 1899 - 1957 Wien)
Der Salzburger Maler Georg Jung ist neben seinen anfangs expressionistisch und kubistisch beeinflussten Werken für die österreichische Malerei vor allem für seinen Beitrag zur Neuen Sachlichkeit von großer Bedeutung. Einen wichtigen Stellenwert haben ebenso die abstrakten Farbstudien seines Spätwerks. Neben Portraits und Landschaftsmalerei setzte sich Jung auch mit religiösen Themen auseinander.
Georg Jung wurde am 31. Dezember 1899 als Sohn des Hoteliers des renommierten Hotel de l’Europe in Salzburg geboren. Seine Leidenschaft für die Malerei entdeckte Jung schon in frühen Jahren und bildete sich – abgesehen von einem Kurs für Aktmalerei an der Kunstgewerbeschule Wien – als Autodidakt zum Maler. In seiner Jugend entstanden eine Vielzahl von Blättern nach illustrierten Büchern, vor allem Schlachtszenen faszinierten ihn. Nach dem Krieg und dem Abschluss der Schule zog Jung nach Wien, um Medizin und Philosophie zu studieren. Jung war in den Jahren von 1925 bis 1938 Mitglied des Hagenbundes. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1934 übernahm Georg Jung die Leitung des Hotel de l’Europe von seinen Eltern und stattete das Interieur selbst mit Fresken und Möbel aus. Obwohl sich Jung mehr als Künstler statt Hoteliers betrachtete, leitete er das Hotel bis 1938, als er es unter dem Druck des Anschlusses an Deutschland an die deutsche Wehrmacht unter seinem Wert verkaufen musste. Jung war in den folgenden Jahren weiter in Salzburg tätig und gestaltete die Sonnenuhr am Universitätsgebäude und ein Fresko in der Franziskanergasse. Die Nationalsozialisten erklärten seine Kunst schließlich für entartet, sodass Jung 1942 ein Ausstellungsverbot erhielt. Während Jung in seinen früheren Werken expressionistische und kubistische Züge aufzeigte, setzte er sich in seinem Spätwerk mit Abstraktion auseinander. Dabei entwickelte er einen kinetischen Apparat mit sich kontinuierlich verändernden Farbkonstellationen – das Colormobile. Im Jahr 1945 trat er der Gruppe der Wiener Secession bei, deren Mitglied er bis 1952 blieb. Jung starb 1957 in Wien und liegt am Salzburger Kommunalfriedhof begraben.

Werke des Künstlers