Jean-Michel Basquiat

(1960 - New York City - 1988)
Jean-Michel Basquiat war ein US-amerikanischer Graffitikünstler, Maler und Zeichner, dem als erster afroamerikanischer Künstler, der Durchbruch in die bis dahin hauptsächlich von weißen Künstlern dominierte Kunstwelt gelang. Seine ursprünglichen malerischen Arbeiten auf Leinwand und Papier, verhelfen Basquiat ab den 1980er Jahren zu raschem Erfolg und machen den Künstler quasi über Nacht zum internationalen Star.
Basquiat stammt aus einem bürgerlichen Elternhaus. Der Sohn eines Haitianers und einer Puertoricanerin wurde am 22. Dezember 1960 in New York City geboren und besuchte zunächst eine katholische Privatschule St. Ann's. Schon früh zeigte sich sein künstlerisches Talent. Ab 1977 begann er seine künstlerische Karriere zunächst als Graffiti-Sprayer und verzierte, gemeinsam mit seinem Schulfreund Al Diaz die Straßen des New York Galerieviertels Soho mit poetische und oft kritische Phrasen. Bald wurde auch die New Yorker Kunstszene, allen voran Künstler wie Keith Haring und Kenny Scharf, die sich Anregungen aus der jungen Graffiti-Szene holten, auf Basquiat aufmerksam. 1980 nimmt Jean-Michel Basquiat an seiner ersten Ausstellung, der „Times Square Show“ teil. Nur ein Jahr später beschert ihm die Teilnahme an der Ausstellung „New York / New Wave“ im P.S.1. den endgültigen künstlerischen Durchbruch. Fortan stellt er nicht nur in den USA sondern auch in Europa und Japan aus. Mit gerade 21 Jahren ist er bis heute der jüngste Teilnehmer der international renommierten „documenta“ in Kassel, auf die er 1982 eingeladen wurde. Zwei Jahre später, 1984, lernt er Andy Warhol kennen, der zu seinem größten Förderer und engen Freund werden sollte. Basquiat reiste viel und arbeitete in den 1980er Jahren mit internationalen Künstlern wie Salvador Dali, Keith Haring, Joseph Beuys und André Heller. Nach dem Tode Andy Warhols 1987 geriet Basquiat in eine tiefe Krise, was sich auch in seinen späten Bildern zeigt, die Tod und Sterben thematisieren. Am 12. August 1988 stirbt Jean-Michel Basquiat an einer Überdosis Heroin. In Basquiats häufig großformatigen Arbeiten herrscht eine ansteckende Unruhe, die den Betrachter mit ihrer Hektik und Flüchtigkeit berauscht und so einen Einblick in das von Feinfühligkeit, Trübsinn, Einsamkeit und Exzentrizität geprägte Leben des Künstlers bietet. So tummeln sich neben farbkräftigen, roboterartigen Gesichtern und Schädeln, zarte Kreidelinien, Wortfragmente und scheinbar naive Illustrationen.

Werke des Künstlers

Ausstellungen

TEFAF Maastricht 2017
10. - 19. März 2017

Publikationen

Jean-Michel Basquiat
Werkbeschreibung