Lyonel Feininger

(1871 - New York - 1956)
Der deutsch-amerikanische Maler, Grafiker und Karikaturist Lyonel Feininger zählt durch seine Arbeiten am Bauhaus in den Jahren ab 1919 zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne. Am 17. Juli 1871 in New York geboren, ist Feininger vor allem in Berlin und Paris künstlerisch tätig, bevor er im Jahr 1937 schließlich wieder in seine Heimat nach New York zurückkehrt, wo er am 15. Jänner 1956 verstirbt.
Mit 16 Jahren übersiedelt Feininger nach Deutschland, wo er ein Jahr später in die Königliche Akademie in Berlin eintritt, sein Studium aber mit Aufenthalten in Paris und am Collège St. Servais in Lüttich unterbricht. Ab 1892 hält er sich regelmäßig an der Ostseeküste auf, die neben alten Stadtarchitekturen eine der wesentlichsten Inspirationsquellen seiner Kunst wird. Während seines Studiums arbeitet er erfolgreich als Karikaturist für diverse Zeitschriften, erst 1907 beginnt er zu malen. 1909 wird Feininger Mitglied der Berliner Secession und stellt im Pariser Salon des Artistes Indépendants aus. Feininger hält Kontakt mit den Künstlern des Blauen Reiters, befreundet sich mit Alfred Kubin und erhält 1917 seine erste Einzelausstellung in der Galerie von Herwarth Walden „Der Sturm“ in Berlin. 1919 folgt er der Berufung als „Meister der Formlehre“ an das Bauhaus in Weimar. Mit Kandinsky, Klee und Jawlensky gründet er 1924 die Ausstellungsgemeinschaft „Die blaue Vier“. Nach der Übersiedlung des Bauhauses nach Dessau lässt sich Feininger seiner Lehrtätigkeit entbinden und vollendet 1929 elf seiner berühmtesten Stadtansichten von Halle. 1937 übersiedelt er mit seiner Familie nach New York, seine Bilder werden von den Nationalsozialisten kurz darauf als entartet eingezogen. In New York ist er am Anfang noch den Motiven seiner Heimat verbunden, zeigt sich aber zusehends fasziniert von den Wolkenkratzern Manhattans. Feininger kommt erst mit 36 Jahren zur Malerei, entwickelt aber aus seiner Tätigkeit als Karikaturist früh einen spezifischen Stil, den er nach seiner Begegnung mit Robert Delaunay als Prisma-ismus erklärt. Seiner feinen aber präzis eingesetzten Strichführung entspricht seine bevorzugte Motivwahl von Ortsbildern Thüringens und der Architektur alter europäischer Städte. Die geometrische Konstruktion der Bauten lassen sich besonders in eine kristallinene Struktur umwandeln, die den Motiven von heller Lichtführung durchflutet Transparenz und Zerbrechlichkeit verleiht. Sein Spätwerk ist mehr von Erinnerung geprägt, wo die graphisch klare Linie immer mehr einer malerischen Vision weicht.

Werke des Künstlers

nicht verfügbar
Fabrik bei Nacht, 1952
nicht verfügbar
Architektur mit Sternen II, 1945
nicht verfügbar
Smoke Wreath, 1941
nicht verfügbar
The Landing Place, 1940
nicht verfügbar
Town Hall I, 1939
nicht verfügbar
Windmill, 1936
nicht verfügbar
Segelboot mit schwarzen und gelben Segeln, 1933
nicht verfügbar
1858, 1933
nicht verfügbar
Städtchen II, 1929
nicht verfügbar
Rosa Wolke II, 1928
nicht verfügbar
Hafen II, 1917
nicht verfügbar
Der Bahnwärter, 1910

Ausstellungen

Art Salzburg 2017
5. - 27. August 2017
Munich Highlights 2016
26. - 30. Oktober 2016
ART&ANTIQUE Ostern 2017
8. - 17. April 2017
Lyonel Feininger
26. Oktober - 22. Dezember 2017