Max Weiler

(Absam 1910 - 2001 Wien)
Max Weiler, einer der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der österreichischen Malerei des 20. Jhd., wird am 27. August 1910 in Absam bei Hall in Tirol als Sohn eines Richters geboren. Sein beeindruckendes, sieben Jahrzehnte umfassendes intensives Schaffen, dreht sich im Wesentlichen um Landschaft und Natur als gesehene und empfundene Wirklichkeit. Neben seinen nach 1960 ausschließlich in Eitempera gemalten Bildern umfasst das Werk ein gewaltiges zeichnerisches Oeuvre sowie zahlreiche Fresken wie auch Mosaiken, Keramikwand- und Glasbilder im öffentlichen Raum.
1925 tritt Max Weiler der Jugendbewegung „Bund Neuland“ bei, deren Naturbegeisterung verbunden mit spirituellen Erneuerungsidealen für ihn zu einer grundlegenden Erfahrung wird. 1930 wird er in die Malerschule von Prof. Karl Sterrer in der Wiener Akademie der bildenden Künste aufgenommen, kehrt aber mit Ausbruch des Krieges wieder nach Tirol als Zeichenlehrer zurück. 1945 erhält Max Weiler mit der Ausgestaltung der Theresienkirche auf der Hungerburg oberhalb Innsbruck seinen ersten großen öffentlichen Auftrag, der jedoch wegen der Bildinterpretation zu einem Eklat führt. Zu den weiteren bedeutenden öffentlichen Aufträgen gehören die Apsis der Friedenskirche in Linz-Urfahr (1951), die Schalterhalle des Innsbrucker Hauptbahnhofs (1954/ 55) und die Wandbilder im Casino Innsbruck (1992/93). 1960 wird Weiler als Vertreter Österreichs für die Biennale in Venedig gewählt, von 1964 bis 1981 wird er als Professor für Malerei an die Akademie in Wien berufen. In den späteren Jahren unternimmt er ausgedehnte Reisen, zahlreiche Großausstellungen finden national wie international statt, zuletzt in der chinesischen Nationalgalerie in Peking 1998, im Künstlerhaus und in der Akademie der bildenden Künste in Wien. Für sein Werk wird Max Weiler bereits zu Lebzeiten mit Preisen und Ehrungen gewürdigt, u.a. mit dem österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (1979) und dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit Stern der Republik Österreich (2000). Er ist Ehrenmitglied der Wiener Akademie und Ehrenbürger der Stadt Wien und wird nach seinem Tod am 29. Jänner 2001 in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Die erste Phase seines künstlerischen Schaffens bis zum Ende des Krieges ist noch geprägt von einer vereinfachten Figurenmalerei, anschließend formuliert der Künstler in einem expressiven Duktus, bis er ab den 50er Jahren eine eigene, abstrakt-gestische Chiffrensprache für die Natur und der großen Ordnung des Kosmos entwickelt. Diese Auseinandersetzung spiegelt sich in fünf großen Zyklen wider, die gleichzeitig die wesentlichen Werkabschnitte bis 1980 bestimmen. Das Spätwerk Max Weilers zeichnet sich durch intensive Farben und eine dynamischen Pinselführung aus, in dem noch einmal überzeugend die spirituelle Kraft der Natur versinnbildlicht wird.

Werke des Künstlers

Ausstellungen

Max Weiler
19. Mai - 31. August 2017
Art Salzburg 2017
5. - 27. August 2017
ART&ANTIQUE Ostern 2017
8. - 17. April 2017
Munich Highlights 2017
25. - 29. Oktober 2017