Paul Klee

(Münchenbuchsee/Bern 1879 - 1940 Muralto/Tessin)
Der am 18. Dezember 1879 geborene deutsche Maler und Grafiker Paul Klee schließt in seinem Oeuvre Expressionismus, Kubismus, Konstruktivismus, Primitivismus und Surrealismus mit ein. Wie Miró und Picasso verwendet Klee bei seinen Zeichnungen Strichmännchen und vereinfachte Darstellungen von Menschen. Seine Haupttätigkeit liegt allerdings im Bereich der Grafik. Er wird inspiriert durch Werke von Van Gogh und Cezanne und unterhält enge Freundschaften mit Wassily Kandinsky, August Macke und Franz Mark. 1920 geht Paul Klee als Lehrender an das Bauhaus nach Weimar und 1931 an die Düsseldorfer Akademie. 1934 flieht Klee, von den Nationalsozialisten verfolgt, nach Bern, wo er bis zu seinem Lebensende als Künstler tätig ist.
Paul Klee unternahm zwei Versuche für die Aufnahme an der Münchner Akademie für Bildende Künste, welche bei letzterem, 1900, gelang. Unter der Leitung von Franz von Stuck lernt er an der Akademie, jedoch begibt er sich schon im Jahre 1901 nach Italien. Über einen vierjährigen Aufenthalt kommt er nach Paris und bleibt schließlich in München wohnhaft. 1911 lernt er Wassily Kandinsky, August Macke und Franz Mark kenne, mit denen er unter anderem in Ausstellungen des „Blauen Reiters“ und dem „Sonderbund“ seine Werke zeigt. 1920 folgt er dem Ruf von Walter Gropius und nimmt eine Lehrstelle am Bauhaus an, wo er in den Folgejahren auch seine Theorie zur „Bildnerischen Formenlehre“ verfasst. Bis 1931 entsteht in Weimar ein vielfältiger und bedeutender Teil seines Oeuvres, in welchem er seinen Einfallsreichtum in Form von verschiedenen Techniken und Materialien zum Ausdruck bringt. Wegen Meinungsverschiedenheiten mit seinen Kollegen kehrt er dem Bauhaus schließlich den Rücken und geht nach Düsseldorf an die Kunstakademie. Von den Nationalsozialisten wird er 1933 als entarteter Künstler fristlos aus seiner Stelle als Lehrperson entlassen. Nach der Räumung seiner Wohnung im selben Jahr emigriert er nach Bern. Dort arbeitet er weiter als Künstler, nachdem der Staat sein Einbürgerungsgesuch in erster Instanz akzeptiert. Er organisiert den Verkauf seiner Bilder nach Amerika, da er nicht will, dass seine Werke auf dem deutschen Markt verkauft werden. 1935 erkrankt Paul Klee an Bronchitis, welche sich zu einer Lungenentzündung entwickelt. Der schweren Krankheit zu trotz entstehen in seinen letzten Jahren noch einige Bilder, deren Motive und Themen jedoch von seiner Krankheit geprägt sind. Er stirbt 1940 in einer Klinik im schweizerischen Moralto.

Werke des Künstlers

nicht verfügbar
Bazar, 1924