Kurt Kocherscheidt

1990-1992

22. November 2017 - 26. Januar 2018
W&K Palais
Renngasse 4 | Wien
Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag, 11-17 Uhr, Donnerstag 11-20 Uhr
Kurt Kocherscheidt
Programmhinweis: Kuratorenführung | 15. Dezember 2017 | 16 Uhr
Im Rahmen des W&K – Kunstsalon führt Silvie Aigner, Kuratorin, durch die Ausstellung.

„Die Beendigung eines Bildes ist viel schwieriger als sein Beginn, in Wahrheit unmöglich. Ich verstehe die Entwicklung eines Bildes als Fluss von Bildern, der beinahe beliebig angehalten wird. [ ...] In dem Augenblick, in dem ein kurzer Verlust der Kontrolle eintritt, eine kleine Wendung vorgenommen wird, die das lähmende Fixiertsein unterbricht, mit einem Wort, wenn das Bild selbstständig wird, eine Gelegenheit findet zurückzuschlagen, ist ein guter Moment gekommen, aufzuhören." (Kurt Kocherscheidt, 1991)

Ab 22. November beleuchtet W&K – Wienerroither und Kohlbacher in einer Ausstellung die letzten Schaffensjahre des Künstlers Kurt Kocherscheidt (1943 - 1992). Beginnend mit einzelnen Werken der späten 1980er-Jahre, liegt der Fokus der Schau auf den Jahren 1990 bis 1992. Die Malerei zeichnet sich hier durch ihre Reduktion und Radikalität aus. Jegliche erzählerische Bildkomposition wird verworfen und durch eine abstrahierte meist raumfüllende Einzelform abgelöst. „Die Gleichwertigkeit von Figur und Grund ist ein Faktum und prägt das Spätwerk“. […] Da es jedoch nicht mehr um die Mimesis geht, sondern um die Präsenz des Bildes verzichtet Kocherscheidt auf jegliche Illusion von Räumlichkeit – und schafft auf der Leinwand eine eigene Realität – die des Bildes selbst.“, analysiert Silvie Aigner.

Die Ausstellung setzt sich vorwiegend aus Beständen des Nachlasses und der großen Sammlungen Kurt Kocherscheidts, des Morat-Instituts in Freiburg/Breisgau, wie auch diversen Leihgaben aus Privatbesitz zusammen.