Andreas Urteil

(Gakovo/Jugoslawien 1933 - 1963 Wien)
Der österreichische Bildhauer und Zeichner deutsch-jugoslawischer Abstammung wird am 19. Jänner 1933 als Sohn eines Steinmetzmeisters in Gakovo im ehemaligen Königreich Jugoslawien (heute Serbien) geboren. Er zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Avantgarde der österreichischen Bildhauerei der 50er und frühen 60er Jahre. Urteil stirbt nach schwerer Krankheit am 13. Juli 1963 in Wien.
Urteil bildet sich ab 1947 anfangs noch als Autodidakt zum Bildhauer aus, bevor er ab 1949 bei der Firma Eduard Hauser in Wien eine Lehre zum Steinmetz beginnt und nebenbei die Kunstklasse an der Wiener Volkshochschule belegt. 1951 inskribiert er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und wird Fritz Wotrubas Meisterschüler. Auf Studienreisen nach Italien setzt er sich mit der Kunst der Renaissance und der Klassischen Antike auseinander, die ihm für seine frühen Werke als Vorbild dient. 1958 entstehen seine spontanen „Imaginäre Figurationen“ und er beginnt einen eigenen Stil zu entwickeln, der ihn dazu veranlasst seine Werke der klassischen Bildhauerkunst zu zerstören. Ab 1961 lehrt er als Professor für Steinbildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Ab Ende der 50 Jahre erreicht er mit seiner Kunst auch außerhalb der Grenzen Österreichs Bekanntheit und stellt unter anderem in der Wiener Secession, im Wien Museum des 20. Jahrhunderts, in der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und im Palais des Beaux-Arts in Brüssel aus. Seine Skulpturen werden postum auf der documenta III in Kassel 1964 und auf den Weltausstellungen in New York, Montreal und Köln gezeigt. Im Jahr 1962 wird Urteil mit dem Österreichischen Staatspreis für Bildhauerei ausgezeichnet.

Werke des Künstlers