Erich Heckel

(Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell)
Als Sohn eines Eisenbahnbauingenieurs wurde Erich Heckel am 31. Juli 1883 in Döbeln in Deutschland geboren. Ursprünglich Architektur an der Technischen Hochschule Dresden studiert, brachte er sich die Kunst der Malerei und Grafik autodidaktisch bei. Sein Werk erstreckt sich über sechs Jahrzehnte und wandelte sich von einem Post-Impressionistischem Stil hin zum Expressionismus. Am 27. Jänner 1970 verstarb der Künstler in Radolfzell am Bodensee in Deutschland.
Erich Heckel zählt neben den deutschen Malern Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl zu den Gründungsmitgliedern der Dresdner Künstlergruppe „Brücke“, der später auch Max Pechstein und Emil Nolde beitraten. Die Brücke-Maler entwickelten ab 1909 einen ausgeprägten Gruppenstil, dessen Thema der sich in freier Bewegung befindende Akt in freier Natur war. Mit der Konzentration der modernen Kunstszene Deutschlands in Berlin zog auch Heckel 1911 nach Berlin, wo er Künstlern wie Lyonel Feininger, Franz Marc und August Macke begegnete. Nach Auflösung der Brücke-Malergruppe im Jahr 1913 fand Heckels erste Einzelausstellung in der Galerie Fritz Gurlitt in Berlin statt. Während des Ersten Weltkrieges ließ sich Heckel gemeinsam mit anderen Malern zum Sanitäter ausbilden, wodurch er auch in den Kriegsjahren Zeit zum Malen fand und neue Bekanntschaften mit Künstlern schloss. 1922 wurde er mit der Gestaltung eines Raumes im Angermuseum zu Erfurt beauftragt und schuf einen Wandzyklus in Secco-Technik – das einzige noch erhaltene Wandmalereiwerk der Brücke-Gruppe. In den folgenden Jahren unternahm Heckel viele Reise, u.a. in die Alpen, nach Südfrankreich, nach Italien und Kärnten, auf denen eine Vielzahl von Aquarellen entstand. 1931 wurde in Chemnitzer Kunsthütte eine erste Retrospektive seiner Kunst gezeigt. Durch Einstufung seiner Werke als entartete Kunst, Kunstverbrennung und einen Bombenangriff auf Heckels Atelier ging ein großer Teil seiner Werke während des Zweiten Weltkrieges verloren. Während des Krieges fand er 1944 Zuflucht bei einem Freund in Hemmenhofen am Bodensee, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1970 verweilte.

Werke des Künstlers

nicht verfügbar
Schlafendes Mädchen, Sidi Riha, 1912

Ausstellungen

Art Salzburg 2017
5. - 27. August 2017
Munich Highlights 2016
26. - 30. Oktober 2016
TEFAF Maastricht 2017
10. - 19. März 2017
Frieze Masters London 2017
5. - 08. Oktober 2017
Munich Highlights 2017
25. - 29. Oktober 2017

Publikationen

Erich Heckel
Werkbeschreibung