Arnulf Rainer

(* 1929 Baden bei Wien)
Arnulf Rainer wird am 8. Dezember 1929 in Baden bei Wien geboren. Der österreichische Maler und Grafiker ist größtenteils für die Übermalung von bereits existierenden Bildern und Fotos und den bemalten Holzplatten in Form von Kreuzen bekannt. Er stellte bereits mehrmals auf der documenta in Kassel und der Biennale in São Paolo aus, vertrat Österreich auf der Biennale in Venedig und hatte eine umfassende Retrospektive im Guggenheim Museum in New York.
Da Arnulf Rainer in der Schule zum naturgetreuen Malen gezwungen wird, verlässt er diese recht bald wieder. Im Jahr 1947 begegnet er Maria Lassnig und kommt zum ersten Mal mit zeitgenössischer Kunst in Kontakt. Von den „Surrealistischen Publikationen“ angeregt entstehen seine ersten surrealistischen Porträts. Er wird an der Akademie der bildenden Künste sowie an der Hochschule für Angewandte Kunst aufgenommen, verlässt aber beide nach nur wenigen Tagen wieder. Zusammen mit Maria Lassnig, Arik Brauer, Ernst Fuchs u.a. gründet er die „Hundsgruppe“, mit der er 1951 nur ein einziges Mal ausstellt. Zu dieser Zeit unterzeichnet Rainer seine Bilder nur mit TRR. Um 1953 entstehen „Reduktionen“ und erste Übermalungen, wenige Jahre später die ersten übermalten Kreuzformen. Ende der 50er Jahre übersiedelt Rainer nach Wien in die Wollzeile. In den folgenden Jahren verwendet er erstmals Ultraphan und Pausleinen. Zudem bezieht er ein Atelier in Berlin. Er beginnt, sich für die Kunst von Geisteskranken zu interessieren und es entstehen Kunstwerke unter Einfluss halluzinogener Drogen. Seine ersten Gesichtsbemalungen entstehen, in weiterer Folge fängt er an, Fotografien seines Gesichts zu übermalen. In den 1970er Jahren fängt Rainer an auch mit Filmmedien zu arbeiten. Er übermalt nun nicht mehr nur sein Gesicht, sondern auch andere Abbildungen, zum Beispiel Drucke von berühmten Gemälden. Ein alter Bauernhof in Oberösterreich wird von ihm 1980 erworben und in ein Atelier umgebaut, dort nimmt er auch die Arbeit an seinen Kreuzen wieder auf. Im folgenden Jahr erhält er eine Professur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. In den 1980er und 1990er Jahren entstehen mehrere Zyklen und Serien, u.a. „Aus der Schlangengrube“ und die „Katastrophen-Serie“. Arnulf Rainers Werke erfahren mehr und mehr Bekanntheit durch diverse Einzelausstellungen in Amerika und Europa. Anfang der 2000er bekommt Rainer das Ehrendoktorat in Theologie verliehen, 2009 wird das Arnulf Rainer Museum in Baden bei Wien eröffnet. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Oberösterreich und auf Teneriffa.

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