Franz Marc

(München 1880 - 1916 Verdun)
Der Maler, Zeichner und Grafiker Franz Marc zählt als Mitbegründer der Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“ zu den bedeutendsten Vertretern des Expressionismus. Unter seinen Weggefährten sind vor allem August Macke und Wassily Kandinsky zu erwähnen. Im Franz Marc Museum in Kochel wird ein Teil seines künstlerischen Nachlasses ausgestellt, darüber hinaus befinden sich seine Werke weltweit in den wichtigsten Museen und Privatsammlungen, wie dem Lenbachhaus und der Pinakothek der Moderne in München, dem Kunstmuseum Basel, dem Art Institute of Chicago oder dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York.
Franz Marc wird am 8. Februar 1880 in München als zweiter Sohn des Landschafts- und Genremalers Wilhelm und der aus dem französischen Elsass stammenden Sophie Marc geboren. Franz Marc beschäftigte sich bereits in seiner Schulzeit mit Altphilologie, Theologie, Literatur und Philosophie. Während er sich zunächst für das Studium der Philosophie entscheidet, inskribiert er nach seinem einjährigen Militärdienst jedoch im Jahr 1900 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Er wird dort in der Tradition des 19. Jahrhunderts unterrichtet, wodurch seine frühen Werke vom naturalistischen Stil des Akademismus geprägt sind. 1903 reist Marc erstmals nach Paris und kommt dort mit der neuen Strömung des Impressionismus und der Kunst von Paul Gauguin und Vincent van Gogh in Berührung. Weiters inspirieren ihn die gotische Architektur mit den künstlerisch gestalteten Glasfenstern. Nach seiner Reise verlässt Franz Marc die Kunstakademie und arbeitet zurückgezogen. Er entdeckt Tierdarstellungen als bevorzugtes Motiv für sich. Er experimentiert mit unterschiedlichen Stilrichtungen wie Fauvismus, Kubismus, Futurismus und Orphismus, ohne sich dabei jedoch vollständig vom Gegenständlichen zu trennen. 1910 lernt er August Macke kennen und es entsteht eine lebenslange Freundschaft. Über ihn wird auch der Industrieller und Kunstmäzen Bernhard Koehler aufmerksam, welcher den Künstler von nun an finanziell unterstützt. Marc fand zu seinem persönlichen künstlerischen Stil. Angeregt durch Wassily Kandinsky und Gabriele Münter wird Marc 1911 für kurze Zeit Mitglied des „Neuen Künstlerverein München“ und setzt sich verstärkt mit verschiedenen Farbphänomenen auseinander. Noch im selben Jahr verlassen die drei Maler jedoch die Künstlervereinigung und gründen die Gruppe „Der Blaue Reiter“, inspiriert von Marcs Lieblingsmotiv der Pferde und seiner Vorliebe für die Farbe Blau. Zusammen mit Malern wie Paul Klee und August Macke veröffentlicht die Blaue-Reiter-Gruppe einen gleichnamigen Künstleralmanach. Zu den Künstlern des Blauen Reiters zählen weiters Alexej von Jawlensky, Alfred Kubin, Robert Delaunay u.a. In den Jahren 1913 und 1914 entstehen Marcs erste abstrakte Werke. Neben seinem Schaffen in der bildenden Kunst ist auch seine theoretische Auseinandersetzung mit der Kunst, kunstpolitischen Aktivitäten und Schriften bis heute von Bedeutung. Mit nur 36 Jahren wird er am 4. März 1916 im Krieg durch einen Granatsplitter in Braquis bei Verdun tödlich verwundet.

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Die Hirtin, 1912
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Schlafende Hirtin, 1912

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