Günter Brus

(* 1938 Ardning in der Steiermark)
Günter Brus wird am 27. September 1938 in Arding in der Steiermark geboren. Er ist neben Otto Muehl, Herrmann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler ein bedeutender Vertreter des “Wiener Aktionismus” und hat die internationale Performancekunst maßgeblich beeinflusst. Mit seinen Aktionen sprengt er in den 1960er Jahren die Konventionen der historischen Tafelmalerei, indem er den eigenen Körper als Trägermedium einsetzt. Seine Radikalität sorgt in Österreich für Empörung. Ab den 1970er Jahren entstehen die ebenfalls bekannten “Bild Dichtungen”.
Seine Ausbildung absolviert Günter Brus von 1954-1957 an der Kunstgewerbeschule in Graz in der Klasse für Gebrauchsgrafik. 1958 beginnt er ein Studium an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, das jedoch unvollendet bleibt. Während der Zeit in Wien wird Brus vom österreichischen Frühexpressionismus, insbesondere von Egon Schiele, beeinflusst. 1964 findet seine erste Aktion, die Malerei auf Körper und Raum überträgt, mit dem Titel “Ana” statt. Weitere Aktionen, wie der “Wiener Spaziergang” folgen 1965. 1968 führt die Aktion “Kunst und Revolution” (auch bekannt als “Uni Ferkelei”) von Günter Brus, Otto Muehl, Peter Weibel und Oswald Wiener in der Universität Wien zum Strafurteil von sechs Monaten Haft. Daraufhin flieht Günter Brus mit seiner Familie nach Berlin. 1970 führt er in München seine letzte Aktion “Zerreißprobe” aus. Er findet eine neue künstlerische Ausdrucksweise - die “Bild-Dichtungen”. Dabei handelt es sich um ein grafisches Zusammenspiel von Bild und Text. Der Inhalt bleibt weiterhin kritisch, sorgt aber für weniger Aufsehen. 1979 kehrt Familie Brus zurück in die Steiermark. Neben Ausstellungen in Eindhoven, Paris, Barcelona und Berlin wird der Künstler auch in Österreich wieder gewürdigt: 1986 stellt das Museum Moderner Kunst Wien seine Werke mit dem Titel “Der Überblick” aus. Er nimmt an der documenta 5 und der documenta 7 in Kassel teil und 1980 stellt er im Rahmen der Biennal in Venedig aus. 1997 wird ihm für seine künstlerischen Leistungen der Große Österreichische Staatspreis verliehen. 2004 erhält er den Oskar-Kokoschka-Preis und 2008 schließlich mit dem “BRUSEUM” ein eigenes Museum und Forschungszentrum in Graz. Ein Auszug seines Zitates „Mein Körper ist die Absicht, mein Körper ist das Ereignis, mein Körper ist das Ergebnis,“ wird sogar Ausstellungstitel im MUMOK, Wien 2015. 2018 zeigt das Belvedere 21 eine Retrospektive und er erhält das große Ehrenzeichen des Landes Steiermark sowie Ehrenzeichen für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

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Werke des Künstlers

nicht verfügbar
Rückblick auf erschlagene Zeiten, 1988
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Allgemeines Leben entsteht durch Verhinderung des Sterbens, 1986
nicht verfügbar
Der große Erdfreund, 1979
nicht verfügbar
Vater-Bildnis, 1979

Ausstellungen

Günter Brus
25. September - 22. November 2019
Frieze Masters London 2019
2. - 06. Oktober 2019
Kunstsalon Art Salzburg 2019
3. - 25. August 2019