Gustav Klimt

(1862 - Wien - 1918)
Gustav Klimt wird am 14. Juli 1862 in Baumgarten bei Wien geboren. Klimt war ein Jahrhundertkünstler, der nicht nur das "Wien um 1900" federführend prägte, sondern auch nachfolgende Künstlergenerationen beeinflusste. Als einer der berühmtesten Vertreter des Jugendstils und Gründungsmitglied der Wiener Secession zählt er bis heute zu den bedeutendsten österreichischen Malern.
Nach seinem Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule, das er 1883 beendet, gründet Klimt zusammen mit Franz Matsch und seinem Bruder Ernst eine Ateliergemeinschaft, die sich ab 1885 der Ausführung zahlreicher Wand- und Deckengemälde widmet, u.a. jene des Burgtheaters sowie die Gemälde des Stiegenhauses im Kunsthistorischen Museum. Klimt ist zu jener Zeit bereits ein angesehener Maler, in dessen Ölgemälden und Zeichnungen sich ein starker Einfluss der Kunst des Historismus manifestiert. Das große Spektrum an Techniken und Stilarten, die er sich im Sinne des Historismus zu Eigen machen musste, waren für seine spätere zeichnerische Entwicklung von unschätzbarem Wert. 1894 erhält Gustav Klimt den Auftrag zur Ausführung der Fakultätsbilder in der Aula der Universität Wien. 1897 wird die Künstlervereinigung der Secession gegründet und Klimt zu ihrem ersten Präsidenten ernannt. Die Präsentation von Klimts erstem Fakultätsbild, der "Philosophie", löst 1900 einen ungeheuren Skandal aus. Nachdem auch die "Medizin" (1901) und die "Jurisprudenz" (1903) nicht die entsprechende Würdigung durch die Auftraggeber finden, kauft Klimt die Fakultätsbilder 1905 selbst zurück. Gustav Klimt hat dem Idealismus der Wiener Moderne wie kein anderer durch seine Allegorien Gestalt verliehen. Mit den von ihm in "goldenen Stil" gemalten und auf der Kunstschau 1908 gezeigten Werken, "Adele Bloch-Bauer" und "Kuss", steht Klimt auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Durch internationale Ausstellungen findet er auch im Ausland entsprechende Anerkennung. Die zahlreichen Studien für Gemälde, wie das der Adele Bloch-Bauer, dokumentieren Klimts nicht ablassende Suche nach dem Ausgleich zwischen den frei fließenden Gewändern und deren Einbindung in die Fläche, zwischen linearem Schwung und geometrischer Strenge. Klimts Papierarbeiten für die berühmten Porträtbilder von Damen der Wiener Gesellschaft bilden quer durch sein zeichnerisches Schaffen eine eigene Kategorie. Bei jedem Auftrag erkundet er Blatt für Blatt die Posen und Gesten sowie die Toiletten der für ihn Posierenden, deren Gesichtszüge er markant aufblitzen lässt. Neben seinen Bildnissen widmet er sich in den letzten zehn Jahren vermehrt den Landschaftsdarstellungen und schafft unter dem Einfluss von van Gogh, dessen Werke Klimt schon 1906 bei einer Ausstellung in Wien beeindruckt hatten, vom Geist des Expressionismus berührte, vergeistigte Zeichnungen. Klimt verstirbt am 6. Februar 1918 in Wien. Die Arbeiten von Gustav Klimt befinden sich heute in privaten und öffentlichen Sammlungen weltweit, u.a. der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien, der Neuen Galerie in New York, Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom oder dem Toyota Municipal Museum of Art. Während Klimt nur rund 250 Ölgemälde zugeschrieben werden, umfasst sein zeichnerisches Schaffen weit über 4.000 Arbeiten. In seinen Papierarbeiten folgte Klimt ganz eigenen kreativen Gesetzen – verkörpert doch die Zeichnung die erste Manifestation seines künstlerischen Schaffens. Seit über 25 Jahren befassen wir uns mit dem Kauf und Verkauf von Zeichnungen von Gustav Klimt. Weiter unten finden Sie eine Übersicht der aktuell verfügbaren Arbeiten.

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